Schmiedetreffen 27.01.2016

  • Abzugshaube

 

IMG_0947An diesem Schmiedetreffen ist uns der große Durchbruch bei der Abzugshaube über der Esse gelungen. Nach langer und ausgiebiger Beratung und Planung, bei dem auch das eine oder andere Bier getrunken wurde, ist es uns gelungen, die Abzugshaube so zu gestalten, dass es nun zu kaum wahrnehmbarer Rauchentwicklung an der Doppelesse kommt. Wir können jetzt beide Essen unter Feuer halten, ohne Gefahr zu laufen, den Raum wegen extremer Rauchentwicklung verlassen zu müssen.

 

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Abnahme des Rauchfangs durch unseren Malerschmied Christian.

Die letzten Verbesserungsvorschläge wurden noch an diesem Abend umgesetzt. Hierdurch kam noch mal kurz Hektik auf, musste doch noch einmal die Abzughaube abgebaut Zaepfli-Esse-neuwerden, um dem Kamin den letzten Feinschliff zu geben. Es waren auch noch Änderungen an den Blechteilen der Haube nötig, die mit den vorhandenen Werkzeugen der Schmiede nicht so einfach ausgeführt werden konnten. Doch Gottfried und Georg gaben mal wieder ihr Bestes, dass wir am diesem Abend die Esse ohne Rauchentwicklung in Betrieb nehmen konnten. Auf die gelungene Arbeit musste dann noch mit einem Bier darauf angestoßen werden.

Wir freuen uns sehr, Sie jetzt in eine fast rauchfreien Schmiede zu unseren all-4-wöchigen Ambosstreffen einzuladen.

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Arbeitsfortschritt 29.08.2015

Mit großer Spannung wurde die Esse in den Probebetrieb genommen. Ein langsames Aufwärmen der neuen Feuerschalen und der eingesetzten Schamottsteine war ein Meilenstein.
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Die Außenfassade erhielt durch Christian einen neuen Anstrich und lässt das Gebäude in neuem Glanz erscheinen.
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Der Federhammer hat neue starke Druckfedern bekommen, die maximal mit 700kg belastbar sind.
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Rainer hat den Verputz an der Seitenwand angebracht.
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Thomas und Gottfried sorgen dafür, das wir immer genügend Strom zu Verfügung haben.

Klaus und Claudia Wetzel haben das äußere Erscheinungsbild auf Vordermann gebracht.

Und nicht zu vergessen, sind Georg und Claudia, die sich um das Logistische drumherum kümmern und all die kleinen und großen Dinge erledigen, die man nicht immer direkt sieht.

Bisherige Restaurierungarbeiten

Bisherige Restaurierungarbeiten

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Esse im Jahre 2012

Die Mambacher Schmiede befand sich größtenteils in ihrem ursprünglichen Zustand wie vor ca. 150 Jahren, d.h. dass keine baulichen oder anderweitigen „Verunstaltungen“ vorgenommen wurden. Es fanden aber auch über viele Jahre keine dringend erforderlichen Instandsetzungsarbeiten statt, um Schäden am Gebäude zu beseitigen. Die Folge waren deutliche Spuren des Verfalls im Bereich des Daches, Feuchtigkeit sickerte durch, beim Kamin, der Zwischendecke und beim Mauerwerk. Der schlechte Zustand betraf auch die Esse und die vorhandenen Maschinen einschließlich der Transmission.
Nachdem von den jetzigen Eigentümern von 2010 bis 2012 das komplett vorhandene Inventar gesichert und sachfremde Einlagerungen entfernt wurden, konnte gemeinsam mit dem neu gegründeten Verein die Restaurierung der Schmiede begonnen werden.
Nach einer detaillierten Planung begannen im August 2012 die eigentlichen Restaurierungsarbeiten.
Dazu musste die die komplette Zwischendecke entfernt werden, wobei viele Deckenbalken nur noch aus Gewohnheit zusammenhielten, und teilweise durch neue Träger ersetzt bzw. durch zusätzliche Balken verstärkt wurden. Bei der Sanierung des Gebälks der Zwischendecke wurde auch die vorhandene Transmission neu aufgehängt

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Neue Stahlträger und Bruchsteinmauer

Beim Dachgeschoss mussten die Außenmauern aus Bruchstein abgetragen werden, diese wurden mit denselben Steinen wieder hochgemauert und dabei der Kniestock um etwa 35 cm angehoben. Aus statischen Gründen wurde der ursprüngliche Ringgurt aus Holzbalken durch einen aus Beton ersetzt. Bedingt durch die enormen Wasserschäden musste das komplette Dachgebälk erneuert werden. Der Kamin für die Esse wurde abgetragen und soweit als möglich mit den alten Steinen neu auf gemauert Die 15 Sprossenfenster mit etwa 200 Scheiben wurden alle aufgearbeitet, neu eingekittet und wenn erforderlich, auch die Scheiben ersetzt. Für die neue Decke im Hauptraum der Schmiede wurde eine Latten-Unterkonstruktion an die neuen Balken geschraubt, darauf zwei Lagen Rigipsplatten, um die Auflagen für den Brandschutz zu erfüllen. In die Decke kamen drei Lagen Steinwolle und darauf ein neuer Boden aus Douglasienbohlen. Im ehemaligen Eisenlager entsteht derzeit eine behindertengerechte Toilette und eine kleine Küche mit Wasser- und Abwasseranschluss. Innen und außen wurde der Verputz ausgebessert. Die Elektroinstallationen und die Beleuchtung wurden von Grund auf im alten Stil erneuert. Die Maschinen der Schmiede, im Wesentlichen Transmission, Generator, Schmiedehammer, Esse, Verdichter und Bohrmaschine werden wieder betriebsbereit gemacht. Innen und außen erhält die Schmiede derzeit einen neuen Anstrich. Es gab und gibt eine Unzahl von kleineren Arbeiten, die erledigt wurden und auch in Zukunft noch anstehen werden, aber hier nicht detailliert aufgelistet werden können.

An den Restaurierungsarbeiten waren bisher zwischen 15 und 20 Personen ehrenamtlich beteiligt.